Erntedankfeste

Erntedankfeste gehören weltweit zu den ältesten Festen, die Menschen jährlich begehen. Je nach Region und Verlauf der Erntesaison werden die Fest zu unterschiedlichen Terminen begangen. Auch in Deutschland gab es im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Termine. Geblieben ist immer die Dankbarkeit für die reich eingefahrene Ernte.

Geschichte des Sächsischen Landeserntedankfestes

20. Sächsisches Erntedankfest Burgstädt
Ausstellung Schönste Erntekrone, Foto LEDF 2016

Das Sächsische Landeserntedankfest wird abwechselnd seit 1998 in den Regionen Chemnitz, Dresden und Leipzig ausgerichtet. Schirmherr ist der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt.

 

Bisherige Austragungsstätten waren:

Jahr Standort
1998 Leisnig
1999 Geithain
2000 Reichenbach
2001 Crimmitschau
2002 Delitzsch
2003 Großenhain
2004 Mildenau
2005 Bad Lausick
2006 Königsbrück
2007 Scheibenberg
2008 Oschatz
2009 Bischofswerda
2010 Auerbach
2011 Wurzen
2012 Sebnitz
2013 Delitzsch
2014 Zwönitz/Erzgebirge
2015 Löbau
2016 Torgau

Durch die Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft hat sich das Sächsische Landeserntedankfest zu einer traditionsreichen Veranstaltung entwickelt und ist Spiegelbild der Leistungen der Menschen aus dem ländlichen Raum. Vom 29.09. – 01.10.2017 ist die Stadt Burgstädt im Landkreis Mittelsachsen Gastgeber des 20. Sächsischen Landeserntedankfestes. Der Veranstalter in Vertretung durch den Bürgermeister Lars Naumann hat den Stadtfestverein Burgstädt e.V. mit der Durchführung beauftragt. Gemeinsam mit dem Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK) organisiert dieser nun die Veranstaltung, wobei sie von Bürgern, Vereinen, Verbänden, Kirchen, Schulen, Institutionen und Behörden der Stadt, der Region und aus dem ländlichen Raum tatkräftig unterstützt werden.

Ein Fest – jahrhundertealte Tradition

Bereits in vorchristlicher Zeit haben sich Menschen bei den Göttern für die reiche Ernte des Jahres bedankt. Das Erntedankfest, wie wir es heute kennen, haben wir wohl von den alten Römern übernommen, die schon seit dem 3. Jahrhundert nach Christi Erntedank feierten.

Die beiden großen Konfessionen in Deutschland verfahren bei der Terminfindung für das Erntedankfest nicht einheitlich, auch gibt es regionale Besonderheiten wie etwa Feste nach erfolgreicher Weinlese an der Mosel.

Die evangelische Kirche (EKD) hat in ihrem Liturgischen Kalendarium beschlossen und begeht seit vielen Jahren das Erntedankfest am ersten Sonntag nach Michaelis (29. September), wenn der Michaelistag nicht auf einen Samstag fällt.

Vielerorts finden zum Erntedankfest große Umzüge statt, Erntekronen werden gestaltet, ausgestellt und prämiert. Neben der Dankbarkeit für die reiche Ernte erinnert heute das Fest nicht zuletzt daran, das es keine Selbstverständlichkeit ist, stets von so reich gedeckten Tischen essen zu können.